Glücksgefühle nach einem Frusttag
- Details
- Kategorie: Impulse
- Veröffentlichungsdatum
- Geschrieben von Urs Wunderli
Ziemlich frustriert lag ich abends im Bett und dachte nur ungern an den vergangenen Tag zurück. Ich hatte das Gefühl, an dem eben vergangenen Tag nichts wirklich geschafft zu haben. Im Büro war ich nicht voran gekommen. Ständig hielt mich irgend etwas Unwichtiges von meiner Arbeit ab. Am Abend hatte ich dann zwar den ganzen Tag gearbeitet, konnte aber doch nicht sagen, was ich gemacht hatte….
Als ich nach Hause kam, waren die Kinder müde, hungrig und zum Teil noch krank. Meine Frau war auch müde, genervt und gestresst… Toll, die ideale Voraussetzung für einen gelungenen, erholsamen Abend! So lag ich dann wenige Stunden später im Bett, mit dem einzigen Wunsch, den Tag so schnell wie möglich hinter mich zu bringen und zu vergessen. Ich kam mir nutzlos vor, wie ein richtiger Versager.
Während ich so da lag, präsentierte ich meiner Seele etliche rational logische Argumente, warum ich eben zu nichts taugen würde. Es waren sehr vernünftige Gedanken, und bald kam ich zum Schluss, dass Gott wohl einen Fehler gemacht hatte, als er mich als Prediger hierher gestellt hatte. Einen solchen Typen kann man nicht brauchen. Meine Seele und ich waren uns dessen bald einig, und so legten wir unsere rational logischen Argumente Gott vor, um ihm zu beweisen, dass er wohl mit mir einen Fehler macht. Während meine Seele und ich Gott unsere rational logischen Beweise vorlegten, fing im Bettchen nebenan mein Töchterchen an zu schreien. Einfach so, ohne Grund! Sie schrie und quengelte und tobte nur so in ihrem Bettchen. Ich sagte in meinem Herzen zu Gott: „Siehst du das? Genau so, nur noch um einiges schlimmer bin ich! Eine quengelnde, kleine Rotznase, die du nicht gebrauchen kannst!“
Als ich eben diesen Satz Gott vorlegte, kam meine Frau zur Tür herein. Behutsam hob sie die Kleine aus ihrem Bettchen. Sie tröstete das Kindchen, wo es rational gesehen gar nichts zu trösten gab. Sie hatte unermesslich viel Erbarmen, wo es rational gesehen gar kein Erbarmen brauchte. Sie überschüttete das Kind mit Zuneigung und Liebe, so dass es sich sehr schnell beruhigte. Mir war, als würde Gott sagen: „Siehst du? Und genau so bin ich. Ich liebe dich, da kannst du so lange quengeln wie du willst!“ Mir fiel gerade kein logisches, rationales Gegenargument ein, und so beobachtete ich die Szene einfach weiter.
Im gleichen Tempo, wie sich mein Töchterchen beruhigte, beruhigte sich auch mein Herz. Tiefer Friede und eine enorme Freude machte sich in meinem Herzen breit. Ich habe einen Gott, der liebt mich! Meine Seele und ich, wir schwiegen nun still und genossen die Tatsache „geliebt“ zu werden. Wie schreibt doch der Psalmist so schön: «Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, / der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, / schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.» (Ps 62,7-9). Mit diesen Versen wünsche ich Dir eine von Gott gesegnete Zeit!
Suchen
News
Finanzen
Die drei Freunde Sadrach, Mesach und Abed-Nego stehen vor einem vor Wut glühenden König Nebukadnezar. Hinter dem König brennt ein grosser Feuerofen. In diesen Ofen sollen die drei Freunde geworfen werden, weil sie sich auf Gott verliessen, und dem König nicht gehorcht haben und seinen Gott nicht angebetet hatten. Wütend sagt der König: „ Lasst sehen, wer der Gott ist, der euch aus meiner Hand erretten könnte!“ Die Drei Freund e geben eine gar kühne Antwort: „Es ist nicht nötig, dass wir Dir darauf antworten. Wenn unser Gott, den wir verehren, will so kann er uns erretten…“ Das ist eine beeindruckende Haltung. „Wenn Gott will, dann kann er!“ Oder anders formuliert: „Gott kann, wenn er will.“ Die drei Freunde erlebten wie Gott sie erretten konnte und auch wollte. Was aber hat das mit den Finanzen zu tun?
Weiterlesen...


